Weiterreise nach Marrakesch (9. bis 10 Juni)

Zwischenstopp in Mohamedina

Casablanca ist eine der bekanntesten marokkanischen Städte, vor allem aus dem gleichnamigen Kinofilm. Wir wollten in Casablanca die einzige Moschee besuchen, die für Nichtmuslime öffentlich ist. Da der Verkehr in Casablanca mörderisch sein soll, haben wir uns entschlossen in einem Vorort von Casablanca, namens Mohamedina zu übernachten. Leider kamen wir erst am Nachmittag an und die Moschee war bereits geschlossen und am nächsten Tag Freitag und daher wegen dem Freitagsgebet auch zu. So ist halt das Leben… Am Abend assen wir noch in einem Restaurant am Meer, welches offenbar ein Anziehungspunkt für westlich orientierte Marokkaner war. Die Frauen waren gar nicht „sittlich“ gekleidet und es gab Alkohol. Ein Mann quatschte uns auf französisch an und setzte sich zu uns hin. Er war schon ein bisschen angetrunken, schien aber sonst recht nett zu sein. Ich verstah gar nichts, aber nicht nur wegen meinem schlechten französisch. Wir wurden ihn aber fast nicht mehr los, und er wollte unbedingt mit Noel sprechen, dieser sah aber immer weg von ihm und so ging das eine Weile bis Amanda sagte wir müssen am nächsten Tag weiter (Meine Retterin). Amelie war da schon offener und gab ihm zum Abschied die Hand. Ich bekam zwei Küsse auf die Wangen und einen festen Händedruck und wir konnten gehn. Ein bisschen schade war das schon aus Sicht von Amanda und Noel, da es eine coole Liveband zu hören gab.

Kasbah Boulaouane 10. Juni

Am nächsten Tag machten wir uns auf dem Weg nach Marrakesch. Auf dem direkten Weg fuhren wir alles auf der Autobahn, wir entschlossen uns aber noch eine Burg (Kashba) anzuschauen. Diese lag abseits der Route und so tauchten wir ins ländliche Marokko ein. Die Strasse wurde immer schlechter bis wir am Ziel ankamen. Die Burg lag herrlich erhöht in einer Flussschleife. Am Flussufer pflanzten die Bauern allerlei Gemüse und Früchte an. Neben dem Fluss war alles sehr trocken. Das Thermometer kletterte deutlich über 30°C. Dem Pförtner der Burg gaben wir noch zwei Schokoeier und dafür kriegten wir ein Stück Brot von ihm. Die Burg selber war ziemlich imposant anzuschauen, aber die Hitze machte uns zu schaffen. Trotzdem hielten wir es tapfer 1 Stunde aus und fuhren dann weiter. Die Kasbah wurde in 1710 durch den Grossvesier Moulay Ismail zu einer wichtigen Verteidigungsbastion an der Handelsstrasse von El Jadida nach Agadir ausgebaut. Ismail war ein Sadist (dazu später noch etwas), der es zu Lebzeiten mit seinen vier Frauen und 500 Konkubinen zu 800 Nachkommen schaffte. Die Strecke führte über 30 km schlechter Strasse durch „Steinwüste“ und über eine Staumauer. Danach ging es noch ca. 100 km auf normaler Strasse und Autobahn nach Marrakesch. Wir waren froh als wir ankamen und in den herrlichen Pool springen konnten.

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