Durch den Mittleren Atlas über Ouzoud nach Azrou (30. Juni bis 2. Juli)

Wir fahren weiter in Richtung Norden, da wir noch die Königsstädte Meknes und Fes anschauen wollten. Für das erste Stück des Weges von Agadir nach Marrakesch (übrigens neben Rabat die vierte Königsstadt in Marokko), nahmen wir die Autobahn. Nach einem kleinem Zwischenstopp auf dem Campingplatz in Marrakesch ging es dann weiter nach Ouzoud über Landstrassen. In Ouzoud soll es die schönsten Wasserfälle von Marokko geben. Die Reise verlief unspektakulär, nur sahen wir sehr viele Schaff-Transporter auf der Autobahn (dazu später im Blog mehr.). Gegen Ende der Tour stieg die Strasse in den Mittleren Atlas an. Dort kauften wir am Wegrand noch leckeren Kaktusblütenhonig. Die Strasse wurde kurviger und die Landschaft interessanter. Es ging über abenteuerliche Behelfsbrücken und durch wilde Schluchten. In Ouzrou angekommen merkten wir, dass dieser Ort sehr touristisch ist und jeder wollte etwas an den wenigen Touristen verdienen. So wurden wir auf einen Parkplatz gelotst und der Mann wollte sich danach auch noch als Reiseleiter anbieten. Wir konnten ihn abschütteln und danach alleine die Wasserfälle bestaunen. Es gab einen kleinen Rundweg zum Fuss der Wasserfälle, welcher von Souvenierständen und „Campingplätzen“ gesäumt war. Die hygienischen Zustände dort und das zu verfügungstehende Wasser erlauben aber nur einheimischen Touristen eine Übernachtung. Am Fuss der Wasserfälle war Jahrmarksstimmung und wir konnten uns ausmahlen wie das aussehen würde wenn Hochsaison wäre. Nichts für uns … An den Wasserfällen gab es Berberaffen, welche von den einheimischen Touristen gefüttert werden und dadurch nicht wegrennen, wenn sie Menschen sehen. Sie tauchten plötzlich wie aus dem nichts auf und Amelie und Noel hatten vor ihnen Angst (Immer noch vom Erlebnis in Costa Rica). Sie waren aber nicht agressiv und wir konnten sie gut fotografieren. Eigentlich wollten wir auf einem Campingplatz ausserhalb der Stadt übernachten, aber wir sahen ein Hotel mit Pool, welches auch einen Platz für einen Bus hatte und so blieben wir in der „Stadt“. Der Pool stellte sich aber als trübe Pfütze heraus aber wir gingen trotzdem kurz darin baden. Nach der Abkühlung gingen wir noch in der Stadt Abendessen und wie immer in Marokko verging die Zeit wie im Flug und es war Mitternacht und wir gingen müde ins Bett.

Die Zeit vergeht wie im Flug und es ist schon 1. Juni.

Am nächsten Tag ging es weiter durch den Mittleren Atlas, vorbei an einem Staussee und durch fruchtbare Ebene in Richtung Azrou. Die Tour war für mich anstrengend, da die Strassen zu eintönig waren (daher die wenigen Fotos) und das Abendessen in Ouzoud mir nicht gut bekommen ist. Auf der Strecke gab es keinen anständigen Übernachtungsplatz und so übernachteten wir erneut bei einem kleinen Hotel. Das Ehepaar, welches das Hotel führte, war sehr herzlich und wir fühlten uns sehr wohl dort. Spannend war, das zum ersten Mal die Frau hier das Hotel führte und mit uns sprach und nicht der Mann. Mir ging es ziemlich schlecht so dass ich das Abendessen nicht wirklich geniessen konnte. Nach dem Essen begann auch Amelie zu kränkeln und so kochten wir uns Tee und legten uns so schnell als möglich ins Bett.

Am nächsten Tag ging es mir ein bisschen besser und wir konnten ein leckeres Frühstück geniessen. Danach fuhren wir weiter nach Azrou. Das war unser letzter Stopp vor Meknes. Die Region um Azrou ist bekannt für ihre Zedernwälder. Wir sahen aber nicht viel davon, da Amelie und ich uns auskurieren mussten. Übernachtet haben wir auf einem schönen Campingplatz mit Kirschbäumen und unendlich vielen Faltern. Diese schwirrten um einen herum wenn man über den Campingplatz ging, das war ziemlich cool. Wir verbrachten den restlichen Tag mit spielen, kochen duschen und was sonst noch anfiel.

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