Kochi (9. + 10. März)

Nun ging die Reise weiter in den Süden von Kerala, nach Kochi. Unsere Unterkunft in Wayanad lag sehr abseits und so mussten wir zuerst eine 4-stündige Autofahrt nach Kozhikode über uns ergehen lassen. Diese führte uns über den Thamarassery Churam Pass (800 m ü. M.), eine Strasse mit viel Verkehr und sehr vielen Kurven. Danach stiegen wir in einen  Zug der Indien Railway ein, by the way der grösste Arbeitgeber der Welt mit 1 Mio. Mitarbeiter. Um 17 Uhr kamen wir im Brutofen Kochi an. Es ist auch am Abend brütend heiss und die hohe Luftfeuchtigkeit verstärkt das ganz noch. Unsere Unterkunft lag in „Fort Kochi“, einer geschichtsträchtigen Insel, auf welcher bereits die Portugiesen im 15. Jahrhundert sich angesiedelt haben. 

Hafenrundfahrt

In Kochi war es so heiss, dass wir eigentlich nichts unternehmen wollten. Aber wir konnten uns überwinden und machten einen Ausflug zum Hafen (Marina Drive). Dort bestiegen wir ein kleines Boot und machten eine Hafenrundfahrt. Wir waren erstaunt, dass wir im Hafen Delfine gesehen und noch erstaunter als wir zwei kleine Schulen sahen, welche sich gerade auf Fischfang befanden. Eine Sehenswürdikeit von Kochi sind die chinesischen Fischernetze, welche sich ins Wasser senken lassen. Kochi hat auch einen kleinen Frachthafen und wir konnten beobachten wir die Container be- und entladen wurden, was Noel besonders intereßant fand. Auf der Rückfahrt nahmen wir ein Elektroboot der Watermetro von Kochi (https://watermetro.co.in/) und stiegen auf eine kleine Autofähre um. Auch von dieser sahen wir wieder Delphine.

Kathakali Dance

Am Abend besuchten wir noch eine Tanzveranstalltung. Katjakali ist ein Tanz bei dem Geschichten mit Gesten, Mimiken und Musik erzählt werden. Eine Erzählung dauert üblicherweise 6 bis 9 Stunden, für die Touristen wird nur ein Teil aufgeführt. Die Tänzer werden in stundenlanger Arbeit kunstvoll geschminkt und verkleidet. Die Farben werden aus gemahlenen Steinen und Kokosöl hergestellt. Hinter dieser Tanzkunst steckt jahrelange Ausbildung und Training. Auch wenn die Herren hier bereits einen Bauuch haben, besitzen sie eine ausergewöhnliche Körperbeherrschung und sind sehr beweglich. Das hier gezeigte Stück handelt von einer bösen Dämonin (Schwarzgesicht) welche den guten König (Grüngesicht) verführen möchte. Dazu verwandelt sie sich in eine schöne Frau (Gelbgesicht). Natürlich gewinnt das Gute und der König schneidet der bösen Dämonin die Brüste und Ohren ab. Da wir die Tickets am Vorabend gekauft haben sitzen wir in der ersten Reihe und können die Mimik genau beobachten. Für Amanda war es fast unheimlich. Die Musik war sehr laut und wir bereuten bald so gute Plätze zu haben. Zum Glück schläft Noel das ganze Stück durch und kam von der Peerformance nur sehr wenig mit.

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