Munnar (14. + 15. März)

Nach den Backwaters ging es wieder in die Berge. Die Westgahts durchziehen Indien auf einer Länge von 1600 km von Mumbai bis in den Süden. Der höchste Gipfel ist 2695 m hoch. Die Strassen waren kurvenreich und forderten einiges von unseren Mägen ab. Aber zum  Glück passierte nichts. Da wir lange unterwegs waren, machten wir in einem Restaurant am Strassenrand Mittagshalt. Je nachdem, ob der Fahrer sich gut auskannte oder nicht, traf es ein besseres oder weniger gutes Restaurant, das war immer Glücksache. Aber alles in allem hatten wir keine Probleme mit dem Essen.

Unser Guesthouse lag ca. 15 km von der Ortschaft Munnar entfernt und war professionell von einer Familie geführt. Es gab leckeres Essen. Noel mochte den Fisch so sehr, das er sogar davon träumte. Die Aussicht ins Grüne war herrlich. Noel wollte umbedingt nochmals Elefanten reiten und gemäss des Eigners des Guesthouses sollte es auch eine anständige Möglichkeit dazu geben. Leider waren dann alle Elefanten dort krank und Noel konnten wir nicht mehr umstimmen, daher sind wir nach Munnar gefahren und erfüllten Noel den Wunsch. Es war aber totale Massenabfertigung und nicht zu empfehlen. Amelie hoffte, dass sie nochmals reiten könne, aber auch das klappte nicht in Munnar. Alternativ übte sie sich schonmals im Schiessen. Gehört ja auch zu einem waschechten Cowgirl.

Am Nachmittag unternahmen wir noch eine kleine Wanderung durch die Teeplantagen von Munnar. Das Wetter war recht bewölkt und wir rechneten jederzeit mit Regen. Aber dafür waren die Temperaturen angenehm zum Wandern. Wir fragten unsern Guide, ob es regnen könnte, was er verneinte. Nach genauer Nachfrage stellten wir aber fest, dass der Ausdruck „Regen“ nur für ganztägige Regengüsse während des Monsums (Geht hier 7 Monate) gebraucht wird und kleine Regenschauer nicht unter Regen verbucht werden. Die Kinder wanderten wacker und wir genossen die Bewegung nach den Tagen im Auto.

Sonnenaufgang auf dem Pettimundi Hill

Wieder einmal wollten wir den Sonnenaufgang erleben. Dieses Mal auf dem Pettimundi Hill. Der Weg hat uns der Eigner erklärt und wir fuhren um 5:30 Uhr mit unserem Fahrer Rajesh los. Alles war dunkel und niemand war auf der Strasse als wir beim Startpunkt der Wanderung ankamen. Aber leider fanden wir den Weg nicht und so irrten wir eine halbe Stunde im Dunkeln herum. Nach einer telefonischen Rücksprache (zum Glück war der Eigner um 6 Uhr bereits wach) fanden wir den Startpunkt, der mit einer Tafel versehen war, welches das Passieren nicht erlaubte. Wir ignorierten das Verbot und wanderten den schmalen Pfad bis auf den Gipfel. Leider spielte das Wetter nicht mit und der Sonnenaufgang war nicht wirklich schön, weil alles sehr bewölkt war. Aber später klarte es ein wenig auf und wir konnten die Aussicht geniessen.

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